Hallo Zusammen
Nachdem ich nun diverse Erlebnisse von Euch gelesen habe, möchte ich es nicht unterlassen euch auch an meinen Crashes teilhaben zu lassen.
Ich habe meinen Falcon400SE mit den Worten: " Da, du kannst mehr mit diesem Ding anfangen als ich" von einem Verwandten geschenkt gekriegt.
Nun, erste Schwebeflüge bei mir zu Hause gingen noch problemlos (dies immer ohne Landegestell "sowas brauch ich nicht

")
Kurz vor den Sommerferien meinte meine bessere Hälfte noch; nimm den doch mit (wir hatten Campingferien gebucht). Die Bedingung allerdings war, nur dann wenn der Kleine (2 Jahre) seinen Mittagsschlaf benötigte (ich glaube der hat noch niiiie so viel Mittagsschlaf gemacht

).
Natürlich gleich die erste Mittagspause ausgenützt und mir einen geeigneten Platz gesucht und auch gefunden. Gut Schwebeflug...okay.... jetzt mal ein bisschen Rundflug... da merkte ich irgendwelche Störungen (plötzliche, hektische Bewegungen im Heli). Dann ca. 2m über Boden, angesetzt zum Landen, plötzlich voll Negativ-Pitch, das ging schneller runter als die Erdanziehung ziehen kann. Kippschalter sofort umgestellt, Gas weg ausdrehen lassen. Hmmm.. geprüft, Sichtkontrolle, scheint nichts kaputt zu sein.... gut... halbe Stunde warten, neuer Akku rein und los gehts. Ich merkte leichte vibrationen am Heck und ich dachte mir nichts dabei!!!!
Heli in ca. 10m Höhe plötzlich Heck unkontrolliert im Gegenuhrzeigersinn immer schneller drehend, versucht noch Bodennähe zu suchen.... dann Haube weg... (immernoch in der Luft)... der Heli drehte sich immer schneller um die eigene Achse... dann sah ich nur noch wie der Akku am Kabel am Heli hängt... wobei hängt auch als schleudern bezeichnen konnte. Es musste ja kommen.. der Stecker hielt der Zug-Belastung nicht stand und somit zog es dem Heli wortwörtlich den Saft aus und der Akku flog Hammermässig davon. Wäre diese Disziplin Olympisch, dann häts zur Goldmedalie gereicht. Der kam runter wie ein Stein

Mein erster Absturz nach ca. 10 Flügen.
Fazit:
- Landegestell gebrochen
- Rumpf gebrochen
- Hauptblätter gebrochen
- Rotorwelle krumm
- Blatthalterwelle krumm
- Heckrohr verbogen
- Akku zusammengestaucht
Die Ursache:
Durch die unsanfte Landung (Negativ-Pitch) durch Störungen in der Funke, musste ich unbemerkt mit dem Heckrotor aufgeschlagen haben. Dadurch hat sich die Welle am Heckrotor leicht verbogen, was dann natürlich zu den mir nicht gross beachteten Vibrationen geführt hatte. Durch das vibrieren löste sich der Halter des Heckservos.... den Rest könnt ihr euch ja denken.
Darum sagte mir dann ein Kollege; Fliege niiiieee wenns vibriert

Typischer Anfängerfehler
Aber woher stammten denn die Funkstörungen? Nun, auch dies ist auf meine noch junge Erfahrung im Modelflug zurückzuführen. Denn der Mitgelieferte Sender (war ja ein RTF-Model) war noch ein 35Hz-Teil.
Ich hab mir nebst den bestellten Ersatzteilen auch noch ne 2,4GHz Anlage zugetan, welche ich dann in gaaanz langer Arbeit mit dem Heli vermählt hatte (sehr zum Leidwesen meiner besseren Hälfte).
Ein paar Tage später Reichweitentest, Schwebeflug, Trimmen... alles okay. Keine Störungen mehr!!
Na ja.. dies war mein erster Absturz gewesen.
In der Zwischenzeit sind noch 3 weitere dazu gekommen und alle sind nicht mal auf Übermut direkt zurückzuführen gewesen. Sie sind immer dann entstanden (nachdem alles gut gegangen war) wenn ich dachte; och komm noch schnell dies, oder ich hab noch schnell Zeit für einen Akku.... immer dann und nur dann.
Somit schwor ich mir; Flieg nur noch, wenn du Zeit hast und auch entsprechend konzentriert bist.
Seither sind keine weitere Abstürze mehr dazu gekommen.... gut es waren auch nur noch 5 Flüge
Dies meine Crashkultur bis jetzt.
Gruss
Marco