Ich hoffe, ich kriege keins auf die Nuss, wenn ich hier von meinem weder-Fisch-noch-Vogel-Fluggerät berichte...
Habe mir die neue V-22 Osprey von Tom Mast (rotormast.com) bestellt.
Es ist die erste Serien-RC-Osprey überhaupt, welche als voll funktionsfähig bezeichnet werden darf (nebst ein paar Koax-ähnlichen Spielzeugen oder ein paar wenigen Einzelmodellen, z.B. mit Turbinen).
Dazu gibt es einen Scale-Rumpf (US Marine Corps), den ich mir ebenfalls bestellt habe.
- Jede "Nazelle", so heissen die Dinger links und rechts, ist voll um 90° schwenkbar und verfügt über eine Taumelscheibe mit Kollektiv-Pitch/zyklischer Blattverstellung.
- es sind 3 x Futaba GY-520, 2 x Scorpion 2221-10 Motoren, 2 x Castle ICE 50A, 2 x 4S 2'220 mAh (als 4S-2P) im Einsatz. Dazu das "Herz" in Form eines Spezial-Controllers, welcher alle Vorgänge steuert (Governor, Konversion, Taumelscheiben-Mischer etc.)
- ein 7-Kanal Sender ist die Minimum-Anforderung. Mit einem Kipp-Schalter oder einem Prop-Kanal kann die Konversion gesteuert werden, deren Grad (0° - 90°) entweder frei oder fix hinterlegt werden kann.
Tom Mast hat ca. 3 Jahre Entwicklung reingesteckt, bis die Osprey in Serie gehen konnte.
Eigentlich als Kit zum Eigenbau gedacht, hat mir Tom spontan offeriert, das Modell gegen einen kleinen Aufpreis für mich zu bauen, wenn ich im Gegenzug eine 2-monatige Wartezeit in Kauf nehme, damit er den Bau akribisch dokumentieren könne in Form von Bau-Videos auf YouTube, die späteren Kunden als Anleitung dienen (nebst der gedruckten Anleitung). "Mein" Modell hat nun diese Woche den Testflug absolviert und sollte demnächst auf die Post in Richtung Schweiz gehen...
Die Bau-Videos gibt es auf youtube.com/user/rotormast
Auf der Herstellerwebsite (rotormast.com) ist auch ein Schweizer Händler aufgelistet. Ich erwähne ihn aus Forums-Regel-technischen Gründen nicht, Interessierte schauen am besten selbst nach. Das beantwortet dann auch die Preisfrage (ja, das Teil ist schweineteuer... )...
Ich berichte demnächst vom Erstflug auf heimischem Boden (nun ja, Luft)...
Gruss,
Pascal
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- T-Rex 500 ESP (Microbeast, KDE Neu Motor 1708H/1Y-N42, CC Phoenix ICE 60)
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Tolles technisches "Schmankerl".
Ich könnte mir vorstellen, das Teil ist nicht einfach zu fliegen wenn ich daran denke vom schnellen Vorwärtsflug in einen stabilen Schwebeflug zu gehen.
Ein Crash wird da sicher in Vermögen anstelle CHF gerechnet
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Viel Sonne, wenig Wind und genügend Luft unterm Rotor wünscht Euch
Thomy,
Genau DAS ist eben bei Tom Mast's Osprey erstmals gelöst: Der kontrollierte Übergang vom Schwebe- in den Vorwärtsflug und zurück.
Interessant: Die beiden Nazellen haben Potis, welche permanent die jeweilige Grad-Neigung an den zentralen Controlller zurückmelden, welcher diese Information in Form von Steuerbefehlen an die Taumelscheiben und Motorregler zurückgibt, damit die Übergänge stabil und kontrolliert ablaufen. Dazu kommen noch die 3 (drei!) GY-520 Gyros, welche zusätzlich für Stabilität sorgen in jedem Flugzustand.
Dieser Controller ist das eigentlich Herzstück, ohne ihn würde das Teil nur unkontrolliert rumhampeln...
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So, sorry für die Warterei... ging noch ein paar Wochen mit Versandweg, Fertigstellung, Senderprogrammierung etc... aber jetzt fliegt sie!
Der Erstflug mit der "Profile"-Version (also noch ohne Scale-Rumpf drauf) fand diese Woche im Glattpark Zürich statt.
Ich habe wie erwähnt von Tom Mast's Bauservice Gebrauch gemacht und somit ein ARF-Kit erhalten, welches nach ca. 2h flugbereit war. Der Restbau beschränkte sich noch auf das Zusammenschrauben der zwei Rumpfhälften, dem Anbringen des Leitwerks und der Flügel inkl. Nazellen. Tom hat sogar einen kurzen Testflug absolviert, was mir ein recht beruhigendes Gefühl gab. Die Videotutorials machen die Senderprogrammierung zum Kinderspiel.
Der Scale-Rumpf liegt noch verpackt in der zweiten Schachtel und wartet, im Winter verbaut zu werden.
Die Ausmasse sind ziemlich genau 1m x 1m, ein VW-Touran nimmt die Osprey perfekt passend auf. So gings dann auf in Richtung Glattpark für ein "Einschweben". Da ich nur eine DX7 haben, habe ich das Schwenken der Nazellen auf den AUX2-Kippschalter gelegt. So kann ich halt nur von 0° auf einen wählbaren Schwenkgrad gehen, z.B. fix auf 45°. Mit einem Schieber geht das stufenlos von 0° - 90°. Tom Mast empfiehlt, sich in 10°-Schritten pro Flug an die 90° - also voller Airplane-Mode - heranzutasten, um mit dem Flugverhalten vertraut zu werden.
Nun gut. Also anstecken der 2 x 4S 2'200 Lipos an die 2 Castle ICE Regler und die V-22 ist "scharf". Dummerweise war mein Gyro-Kanal invertiert, ich hob also unwissentlich ab mit den 3 x GY520 Gyros im Normal-Mode statt im Heading-Hold Mode. Trotzdem war das erste Schweben recht unspektakulär bis auf den tollen Sound der zwei Scorpion-getriebenen 3-Blatt-Rotoren. Ich bemerkte jedoch schnell einen Drift auf allen drei Achsen, die ich behilfsmässig mit Trimmung auskorrigierte.
Der dritte und vierte Flug erfolgte dann im Heading Hold Mode und siehe da: Die Osprey liegt fast Helicommand-mässig in der Luft - man könnte fast den Sender hinlegen und eine rauchen. Das Fluggefühl ist wie bei einem mittelschweren Scale-Heli: Ruhig, sanft und jederzeit kontrollierbar. So traute ich mich dann auch ohne viel Adrenalin an einen schnellen Rundflug, immer noch mit Nazellenstellung 0° wohlgemerkt. Beim nächsten Flug steht dann eine erste Konversion um 10° an... werde dann wieder berichten...
Hier noch ein kleiner Video vom Bau bzw. dem Erstflug. Viel Spass...
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Hallo, Osprey-Freunde!
Die Tage werden kürzer, die Aufenthalte im Keller länger...
Habe mich ans Einziehfahrwerk gewagt. Verbaut wurde das Haoye HY011-03903 von eFlight mit Hobbyking Trailing Link Oleo Struts Fahrwerkbeinen, die allerdings etwas gekürzt werden mussten. Die hinteren Fahrwerke sind abnehmbar, ansonsten sie nicht in den engen Rumpf eingebaut werden könnten. Siehe auch Video:
Ausserdem gabs noch Positionsleuchten grün/rot an den Nazellen sowie einen roten Blitzer am Leitwerk.
Als nächstes stehen Fahrwerksklappen an, welche ich rein mechanisch (ohne Servos) realisieren möchte. Mal schauen, der Winter ist noch lang...
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